Handel und Gewerbe

Die Innenstadt ist das Aushängeschild einer jeden Stadt. Hier zeigt sich, ob eine Gemeinde dazu in der Lage ist, geschäftiges Treiben mit kulinarischer Vielfalt und lebendigem Miteinander zu vereinen. Gelingt eine solche Fusion, dann fühlen sich nicht nur Einheimische in der Innenstadt wohl, sondern auch Besucher aus dem Umland kommen immer wieder gerne, um diese besondere Atmosphäre zu genießen. In Biedenkopf vermissen wir eine solche Atmosphäre allerdings schon seit einiger Zeit.

Biedenkopf erhalten als wirtschaftlich attraktives Mittelzentrum

  • Wir müssen unser Bewusstsein für das bestehende örtliche Gewerbe, den Handel und die Gastronomie wieder verbessern, indem wir auch vor Ort kaufen, konsumieren und bestellen.
  • Biedenkopf hat ein gutes Branchenmix im Handwerk und viele mittelständische Industriebetriebe.
  • Die Versorgung mit Lebensmitteln und den Dingen des täglichen Bedarfs ist hier bestens. Nicht viele Gemeinden in unserer Größe haben eine solche Dichte und Auswahl.

Coaching-Netzwerk

  • Uns ist eine gute Zusammenarbeit zwischen den Gewerbetreibenden und der Stadt sehr wichtig. Die Stadt sollte hier ein zugewandter, beratender Ansprechpartner für Menschen mit Ideen und Tatkraft sein.
  • Coaching-Netzwerk: Wir finden eine fachübergreifende Beratung und Begleitung für Menschen mit unternehmerischen Ideen durch z.B. erfahrene Unternehmerinnen und Unternehmer vor. Es können aber auch ehrenamtlich tätige Fachleute, städtische Fachkräfte und Fachverbände sein. Sie können z.B. bei bürokratischen Hürden oder rechtlichen Fragen behilflich sein oder über Fördermöglichkeiten informieren.

Förderprogramm für Neugründungen

  • Wir setzen uns für ein konkretes Förderprogramm der Stadt bei Neugründungen ein, z.B. eine zentrale Anlaufstelle für junge Unternehmerinnen und Unternehmer. Hier einige Vorschläge:
  • Rechtliche und steuerrechtliche Beratung bzw. Weiterleitung an Fachleute, z.B. bei der IHK oder Netzwerken; Erstellung und Überprüfung eines Businessplans zur Einreichung bei Banken
  • Begleitung bei digitalen Fragen und Online-Marketing durch regionale Dienstleister

Gewerbegebiete

  • Die heimische Industrie und das Gewerbe sollen sich in Biedenkopf wohlfühlen und mit der Stadt im produktiven Austausch sein.
  • Das trägt bei zur Sicherung der Arbeitsplätze, und die Gewerbesteuer ist eine wichtige Einnahmequelle der Stadt.
  • Das Gewerbegebiet Krummacker ist nahezu komplett vermarktet. Wir sind nicht grundsätzlich gegen neue Gewerbegebiete. Wir wollen jedoch jede Möglichkeit nutzen, auch Grundstücke im Bestand sowie Bestandsimmobilien einzubinden.
  • Kein Gewerbegebiet auf fruchtbarem Ackerland!

Innenstadtentwicklung

  • Die aktuelle Leerstand ist leider wie anderswo auch vorhanden. Die Einkaufsgewohnheiten haben sich grundlegend geändert und sind unumkehrbar.
  • Dem bestehenden Handel, der Gastronomie und den Dienstleistern muss unsere Unterstützung sicher sein.
  • Wir wollen alternative Nutzungsmöglichkeiten der bestehenden Leerstände erarbeiten. Einige Ideen dazu gibt es bereits.
  • Wir unterstützen Im Rahmen des Förderprogrammes für die Innenstadt Vorschläge aus den Ergebnissen der Präsentation „Ladenbelebungsmanagement Innenstadt Biedenkopf“, soweit finanziell umsetzbar.
  • Alternative Nutzung für Kultur oder den Grenzgang
  • Leerstands-Umnutzung zu Wohnraum fördern
  • Dazu wollen wir Bürger und Gewerbe einladen.

Beispiele aus der Präsentation „Ladenbelebungsmanagement Innenstadt Biedenkopf“

  • Erfassung von Hintergrundinformationen zum Leerstand,
  • Kontaktaufnahme mit den Eigentümern und deren Motivation zur Reaktivierung (großer Frust wegen Leerstand bei gleichzeitiger mangelnder Eigeninitiative, aber teilweise durchaus Bereitschaft zur kurzfristigen Nutzung der Leerstände durch pop-up-stores usw.)
  • Vorschlag von Vernetzungsmöglichkeiten der Eigentümer, da die Leerstände sehr kleinteilig sind und
  • Nutzungsvorschläge u.a. für ein Fahrradhostel, „Outlet der schönen Dinge“; Präsentation von lokalen Handwerksprodukten; Kooperationen mit Kunstschaffenden
  • Vernetzung von Hotels, lokalen Geschäften, Restaurants und touristischen Zielen zur Schaffung attraktiver Angebote für (Rad)-Reisende
  • Bessere Vermarktung des Lahn-Radwanderweges
  • Die Tourist-Info sollte ebenfalls direkt am Marktplatz sein
  • Aufnahme einer Bürgersprechstunde nicht nur im Rahmen der Ortsbeiräte, sondern auch für allgemeine Fragen der Bürgerinnen und Bürger